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News [bpm]

BPM Ingenieure stellt Konzept für emissionsfreie Wärmeversorgung der Stadt Lychen vor

Die Stadt Lychen mit ca. 3.600 Einwohnern liegt im Norden Brandenburgs inmitten des Naturparkes Uckermärkische Seen. Seit 2003 ist Lychen „Staatlich anerkannter Erholungsort“. Die herrliche Lage, Ruhe und Natürlichkeit zieht Sommer für Sommer etliche Touristen an. Den allmählichen Einwohnerschwund in Folge wirtschaftlicher Probleme kann diese Idylle jedoch nicht verhindern.

Mit der Absicht, durch aktiven Klimaschutz die Attraktivität der Region, insbesondere für jungen Menschen, aber auch für Tourismusinvestitionen, zu steigern, beauftragte die Stadtverwaltung Lychen die Entwicklung eines entsprechenden Konzeptes. Ziel soll sein, die Möglichkeiten und Potenziale alternativer, emissionsfreier Wärmeerzeugungstechnologien in der Region zu prüfen und eine Lösung für die komplette Umstellung der Wärmeversorgung in der Stadt auf einen derartigen Energieträger zu entwickeln. Neben einer Imageverbesserung, die der Titel „Staatlich anerkannter Luftkurort“ mit sich bringt, soll durch die Entkoppelung von stetig steigenden Energiepreisen auch ein Weg zur finanziellen Entlastung der Kommune, der Gewerbetreibenden und der Bürger aufgezeigt werden. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative mit dem Titel „Luftkurort Lychen – Modellregion für emissionsfreie Wärmeerzeugung“ gefördert.

Am 14.02.2011 wurden die Ergebnisse  vor über 100 Bürgern der Stadt, Unternehmer und  Interessierten aus anderen Regionen im „Alten Kino“ in Lychen durch BPM vorgestellt.

Ausgehend von den bei einer Bestandsaufnahme ermittelten Energiedaten aller Haushalte wird der zukünftige Wärmeenergiebedarf, auch unter Berücksichtigung der Tourismusentwicklungen, mit 35.000 MWh/a eingeschätzt. Im Rahmen der Variantenprüfung von grundsätzlich für die Wärmeerzeugung geeigneten erneuerbaren Energiearten wurde die Tiefe Geothermie als Vorzugstechnologie abgeleitet. Sie steht für die Bedürfnisse der Modellregion als einzige alternative Wärmequelle  24 h unerschöpflich und ohne Preisprogression zur Verfügung. Die Förderung des Wärmebedarfs erfolgt über 3 Tiefbohrungen bis 2.000 m, die Verteilung über ein lokales Nahwärmenetz von ca. 15 km Länge.  Bei einem Anschlussgrad von mehr als 80 % der Haushalte an dieses Wärmenetz konnten im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung  die hohe Profitabilität des Vorhabens nachgewiesen werden. In der Stadt könnte damit nicht nur ein nachhaltiger  Beitrag zum Klimaschutz erzielt werden, immerhin würde ca. 4.500 t CO2 Emissionen pro Jahr vermieden, sondern auch deutliche Effekte zur Kostenentlastung von Bürgern, Gewerbetreibenden und der Gemeinde erzielt werden.

Der Aufbau eines Nahwärmenetzes und Anschluss der Haushalte könnte innerhalb von 4 Jahren abgeschlossen sein und kostet ca. 15 Mio €. In der offen geführten Diskussion im Anschluss  an die Präsentation war die einhellige Meinung, zeitnah mit der Realisierung des Projekts zu beginnen.

Weitere Informationen: Dr. Heiko Fritz, +49 3731 78308401, h.fritzbpm-ingenieure.de

Dateien:
Templiner_Zeitung_01.pdf0,95 MB
BPM Ingenieure stellt Konzept für emissionsfreie Wärmeversorgung der Stadt  Lychen vor